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    Allgemeine Geschäftsbedingungen im Pfandkreditgewerbe
     
 

Mit der Übergabe des Pfandes und Entgegennahme des Pfandscheines sowie Auszahlung des
    Darlehens wird ein Pfandkreditvertrag abgeschlossen, der der Verordnung über den Geschäftsbetrieb
    der Pfandleiher, den sonstigen einschlägigen Vorschriften sowie dessen Geschäftsbedingungen unterliegt.
     
 

Der Verpfänder erklärt mit der Übergabe des Pfandes und Entgegennahme des Pfandscheines, dass das
    Pfandstück sein freies Eigentum ist und er die alleinige Verfügungsbefugnis besitzt. Soweit das Pfand zu
    den in §§ 1369, 1450 BGB bezeichneten Sachen gehört, versichert der Verpfänder die ausdrückliche
    Einwilligung seines Ehegatten zur Vornahme der Verpfändung.
     
 

Ist das Pfandrecht gültig bestellt worden, so ist der Verpfänder von jeder persönlichen Verpflichtung dem
    Pfandleiher gegenüber aus dem Pfandkredit befreit. Wird das Pfand nicht ausgelöst (Ziffer 4), kann sich
    der Pfandleiher ausschließlich aus dem Pfand befriedigen. Soweit der Pfandleiher wegen der Rechte
    eines Dritten kein Pfandrecht erwirbt, hat der Verpfänder dem Pfandleiher als Schadenersatz das
    Darlehen, die im Pfandschein vermerkten Zinsen und Gebühren, sowie die bis zum Tage der Herausgabe
    des Pfandes an den berechtigten Dritten bei Gültigkeit des Pfandkreditvertrages zu berechnende
    Unkostenvergütung zu zahlen. Hat der Pfandleiher das Pfand an einen Dritten herausgegeben, der sein die
    Verpfändung hinderndes Recht glaubhaft gemacht hat, oder ist er zur Herausgabe verurteilt, gilt das
    Pfandrecht als nicht entstanden. Das gleiche gilt entsprechend, wenn der Pfandleiher das Pfand bereits
    veräußert hatte und der Dritte Ersatz verlangt hat: ist dieser Schaden höher als der nach dem
    vorstehenden Absatz zu zahlende Betrag, so haftet der Verpfänder in dieser Höhe.
     
 

Gegen Zahlung des Darlehens einschließlich der Zinsen und Unkostenvergütung kann das Pfand unter
    Ablieferung des Pfandscheins ausgelöst werden, soweit es nicht bereits zum Zwecke der Verwertung
    ausgehändigt worden ist. Der Pfandleiher ist nicht verpflichtet, die Berechtigung des Pfandscheininhabers
    zur Auslösung des Pfandes zu prüfen.
 

 

 
 

Bei Fälligkeit des Darlehens ist eine Erneuerung des Pfandkreditvertrages nur gegen Zahlung der Zinsen
    und Unkostenvergütung und nur im Falle des Einverständnisses des Pfandleihers möglich.
     
 

Ein Verlust des Pfandscheines ist unverzüglich vom Verpfänder dem Pfandleiher anzuzeigen und glaubhaft
    zu machen, indem er entweder die Nummer des Pfandscheines oder den Tag der Verpfändung angibt und
    das Pfand näher beschreibt. Macht der Verpfänder den Verlust ausreichend glaubhaft, so erhält er zum
    Nachweis der Verlustanzeige eine Bescheinigung. Die Auslösung oder Erneuerung des Pfandes ist
    hierbei grundsätzlich erst nach Eintritt der Fälligkeit möglich.
     
 

Zinsen und Unkostenvergütung, die nach Monaten zu berechnen sind, werden auch für den
    angebrochenen Monat voll erhoben.
    Der Tag der Verpfändung wird hierbei nur dann mitgerechnet, wenn das Pfand am gleichen Tag
    ausgelöst wird.
     
 

Wird das Pfand nicht ausgelöst oder erneuert, wird es vom Verpfänder zur Verwertung freigegeben.
     
 

Der Überschuss steht dem Auslösungsberechtigten zu und wird gegen Rückgabe des Pfandscheines
    ausgezahlt. Ziffer 6 gilt entsprechend. Überschuss ist derjenige Teil des Erlöses aus dem Pfand, der nach
    Abzug des Darlehens, der Zinsen und der Unkostenvergütung verbleibt.
     
 

Eine Haftung insbesondere für Schäden durch Bruch, Schädlinge aller Art oder dergl. ist ausgeschlossen,
    soweit nicht dem Pfandleiher Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vorzuwerfen sind. Ersatzansprüche könne
    nur bei Entgegennahme des Pfandes geltend gemacht werden. Eine Haftung des Pfandleihers ist
    ausgeschlossen, sobald das Pfand aus den Geschäftsräumen entfernt und eine Beschädigung nicht
    beanstandet worden ist.
     
 

Das Pfand kann auch postalisch ausgelöst oder erneuert werden. Über die Einzelheiten der Abwicklung
    muss sich der Verpfänder mit dem Pfandleiher in Verbindung setzen. Schecks, Wechsel oder sonstige
    Zahlungsanweisungen werden nicht in Zahlung genommen. Bei brieflichen Anfragen wird gebeten,
    Rückporto beizufügen.
     
 

Gerichtsstand und Erfüllungsort ist der Ort der Geschäftlichen Niederlassung des Pfandleihers, in welcher
    der Pfandkreditvertrag abgeschlossen worden ist.
     
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